Forschungsgemeinschaft Funk e.V.

Edition Wissenschaft

Ausgabe Nr. 3 Januar 1996
Expositionseinrichtungen
Von U. Neibig

In verschiedenen Experimenten sollte der Einfluß elektromagnetischer Felder in den Frequenzbereichen des C-, D- und E-Mobilfunknetzes auf biologische Systeme untersucht werden. Gemäß den Anforderungen der Experimente wurden als felderzeugende Einrichtungen die TEM-Zelle sowie die GTEM-Zelle ausgewählt. Es wurden Versuchsaufbauten mit diesen Felderzeugern, einer modulierbaren Hochfrequenz-Signalquelle und Einrichtungen zur Aufnahme und Temperierung des Nährmediums, das die biologischen Untersuchungsobjekte (Zellen) enthält, erstellt.

In der leeren TEM- und GTEM-Zelle liegt eine Feldverteilung vor, die sich in guter Näherung allein aus den geometrischen Abmessungen und der verwendeten Speiseleistung berechnen läßt. Durch Einbringen des Prüfobjektes in das Feld ändern sich jedoch die Verhältnisse erheblich. Zur Beurteilung der Versuche ist daher die Feldstärke im Nährmedium am Ort der biologischen Untersuchungsobjekte von Interesse. Ihre Abschätzung erfolgt mit einem numerischen Rechenverfahren, da Feldstärkemessungen im Medium aufgrund des beträchlichen Aufwands ausscheiden und sich eine analytische Lösung nur für einfache geometrische Verhältnisse bestimmen ließe. Es werden die elektrische Feldstärke und die magnetische Flußdichte in den leeren Felderzeugern angegeben und diesen Werten die Rechenergebnisse der elektrischen Feldstärke und magnetischen Flußdichte gegenübergestellt, die sich im eingebrachten Medium ergeben. Weiterhin wird die im Medium auftretende Verlustleistung angegeben.

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