Forschungsgemeinschaft Funk e.V.

Edition Wissenschaft

Ausgabe Nr. 23, Januar 2006
"GSM-1800-Hochfrequenzfelder mit verschiedenen Modulationen und Feldstärken: Kein Kurzzeiteffekt beim menschlichen EEG im Wachzustand"
Von Prof. Dr. Hermann Hinrichs
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Mehrere Studien haben in letzter Zeit teils widersprüchliche Ergebnisse zu potentiellen Wirkungen elektromagnetischer Felder (EMF) digitaler Mobiltelefone auf das menschliche Elektroenzephalogramm (EEG) im Wachzustand und das Schlafprofil berichtet. Diese Ungereimtheiten könnten auf die unterschiedlichen Eigenschaften der in den Experimenten verwendeten EMF zurückgehen. Es war das Ziel der vorliegenden Studie, den Einfluss von Modulationsfrequenz und Feldintensität auf von EMF des GSM-1800-Standards erzeugte potentielle Veränderungen des EEG aufzuzeigen. Aus diesem Grund haben wir eine doppelt-blind Placebo -kontrollierte Studie mit 18 gesunden menschlichen Teilnehmern durchgeführt. Diese wurden EMF eines GSM-Handys mit Leistungsspitzen von 1/4, 1, 2 und 8 W und entweder 217, 108, 27 oder 0 Hz (d.h. CW ) Pulsmodulation ausgesetzt. Die entsprechende spezifische Absorptionsrate ( SAR (10g)) lag bei etwa 0,61 W/kg bzw. 1,25 W/kg. Während einer vierminütigen Einwirkungszeit wurden keine unmittelbaren Veränderungen im EEG hinsichtlich spektraler Komponenten festgestellt.

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